Ragtime statt Wagner – Wagnis statt Ragtime

Neue Welt & neue Welten in Europas Klaviermusik

 

 

AKTUELLES:

Neuerdings ist der Film – in besserer Auflöung als ich ihn hier anbieten könnte –  als Youtube-Video zu sehen:

https://www.youtube.com/watch?v=-zZ14S416VU 

Insofern ist auch der nachstehende Text nicht mehr ganz aktuell.

Ich werde ihn bei Gelegenheit entsprechend abändern.

(Gegeben zu Köln, im Jänner 2016)

 

 

Mein musikhistorischer Filmessay "Ragtime statt Wagner – Wagnis statt Ragtime" hat es mittlerweile auf stolze 100 Minuten gebracht, das wären für ein TV-Feature bedenkliche Ausmaße, zumal erst die Filmkapitel 1 bis 3 über Debussy, Strawinsky und Milhaud ganz, das fünfte über Schönberg halb fertig und die Kapitel 6 und 7 über Schulhoff und Hindemith nicht gar zu weit über das Stadium der Materialaufbereitung und der inhaltlichen Konturierung hinausgekommen sind. Das 4. Kapitel "Lebenswege" ist abgeschlossen, dauert allerdings auch nur etwa 10 Minuten (zum Inhalt der einzelnen Kapitel vgl. das Exposé). Der Film ist auf 150 bis 200 Minuten angelegt, ergo halb fertig, ergo nicht fertig ! Mehr noch: er wird vermutlich ein Fragment bleiben, es sei denn, jemand anderer macht an der Stelle weiter, wo der bis dahin fertig geschnittene Film abbricht. Das ist in der 5. Folge (über  Schönberg), die alleine eine ganze Stunde hätte belegen sollen, es aber bislang nur auf eine halbe gebracht hat. Außerdem wären jeweils eine (mäßig lange) Folge über Hindemith und Erwin Schulhoff zu ergänzen, wozu schon reichlich Material vorbereitet ist. 

Die insgesamt 100 Minuten, die Gestalt angenommen haben, soll aber jeder, den es interessiert, hier schon (downloaden und) abspielen können. Nicht OBWOHL der Film noch unfertig ist, sondern WEIL er das ist. Denn, wer weiß – vielleicht wird er ja auf diese Weise noch einmal von jemandem entdeckt,  der willens und imstande ist, das ehrgeizige Projekt zu Ende zu führen.

Ich sage: "noch einmal", weil ich tatsächlich vor einigen Jahren, völlig unerwartet und zufällig wie die Jungfrau zum Kind, in die Situation kam, daß die arte-Beauftragte des WDR sich mit einem Nachdruck für den Film eingesetzt hat, der mich heute noch überrascht. Nicht daß ich meinen eigenen, in liebevoller, zeitraubender Kleinarbeit gestalteten Film selbst herabsetzen wollte.

Denn inhaltlich hat er nicht zu wenig, sondern viel zu viel Niveau und Substanz.

Allerdings müßte ich mir Naivität und Dilettantismus vorhalten, wenn ich nicht wüßte und immer gewußt hätte: Kein sendefähiger Film ist je unter hobbyähnlichen Do-it-yourself-Bedingungen entstanden. Erst recht keiner, der auf der anderen Seite völlig legitim den professionellen Anspruch des Musikers und Musikwissenschaftlers für sich reklamiert.

Überflüssig zu sagen: Die technische Qualität der Videos, so wie ich sie hier  zum Download anbieten kann, ist nicht so, daß beim Betrachten im Vollbildmodus die rechte Freude aufkommen will. Tun Sie sich den Gefallen: Spannen Sie den Bildschirmausschnitt nur bis zu einer Größe von ca. 16 x 12 cm.  Und: Mein Film braucht noch das altmodische Seitenverhältnis 4:3. Ich muß das z.B.  dem Player (ich nehme meist den VLC media player) "sagen": per Rechtsklick irgendwo auf die Bildfläche, dann > "Video" > "Seitenverhältnis" und  schließlich ein Häkchen bei > "4:3". Wenn Sie das Ganze ihn besserer Auflösung sehen möchten, schreiben Sie mir wegen einer Kopie auf DVD zum Selbstkostenpreis ! Ich freue mich immer, wenn jemand dem Film seine Aufmerksamkeit schenkt. Der Hammer wäre natürlich, wenn ihn doch noch jemand produziert...